Ist es möglich, nach dem Trading Geld zurück zu erhalten?

Durch eine Vielzahl von unseriösen Trading-Plattformen im Internet sehen sich geschädigte Geldanleger vor einem immensen Vermögensschaden. Doch kann nach dem Trading Geld zurück geholt werden?

Das kommt auf viele Einzelfaktoren an. Nicht jede unseriöse Trading-Plattform ist automatisch eine betrügerische Trading-Plattform. Teilweise gibt es Finanzanbieter, die lediglich im konkreten Kundenumgang etwas „außergewöhnlich“ sind und nicht zeitnah antworten, Auszahlungen verzögern oder sonst wie unangenehm in Erscheinung treten.

Daneben gibt es jedoch handfesten Betrug über Trading-Plattformen. In diesen Fällen wurde das von den Betrugsopfern eingesammelte Geld nicht wirklich investiert. Eine Auszahlung findet überhaupt nicht statt, weder verzögert, noch unvollständig – das Geld ist weg.

Im Folgenden werden Hinweise gegeben, wie zwischen einem unseriösen Anbieter und einem Trading Betrug unterschieden werden kann. Inwieweit im konkreten Einzelfall realistisch beim Trading Geld zurück nicht nur verlangt, sondern durchgesetzt werden könnte, wird daraus ersichtlich. Bei Rückfragen oder Unklarheiten empfehlen wir:

  1. Schildern Sie uns Ihren persönlichen Tradingvorfall unverbindlich über das Kontaktformular oder per E-Mail.

  2. Sie erhalten eine kostenfreie Ersteinschätzung von einem auf Trading Betrug spezialisierten Anwalt.

  3. Wir benötigen hierfür Angaben darüber, welche Trading-Plattform Sie genutzt haben, weshalb Sie nach dem Trading Geld zurück verlangen möchten, und wie hoch die Investmentsumme war oder noch ist.

Im Nachhinein beim Trading Geld zurück fordern, weil Rendite nicht erwartungsgemäß verlief?

Besprechen wir zunächst den theoretischen Fall, dass Sie ein Investment getätigt haben und letztlich mit Verlusten auskommen sollen. Hierbei hat Ihnen ein Finanzdienstleister geholfen, den Sie über das Internet kennengelernt haben.

Auf seine Anweisungen hin haben Sie Tradingpositionen geschlossen, oder er hat dies für Sie jeweils vorgenommen. Erst entwickelte sich die Geldanlage hervorragend, doch dann traten erhebliche Verluste oder ein Totalausfall der investierten Finanzmittel ein.

Inwieweit in solch einem Fall beim Trading Geld zurück verlangt werden kann, ist nicht pauschal zu beantworten. Denn es kommt entscheidend darauf an, inwieweit Sie auf Grundlage welcher Aussagen des Finanzdienstleister Ihr Geld angelegt hatten. Hat der Finanzdienstleister Sie schlecht informiert? Kannten Sie das Risiko? Oder wurden Sie mit falschen Angaben getäuscht?

Geld zurück erhalten nach Trading? Wie es funktionieren kann!
Nach Trading Geld zurück fordern? Es hängt von der Konstellation ab!

Dass beim Trading nicht nur Gewinne eingefahren werden können, ist logisch. Denn wenn jeder Marktteilnehmer mit einem Kursplus aus dem Trading herausgehen würde, müssten dafür andere Personen mit einem Minus „nach Hause gehen“. Insofern ist des einen Gewinn des anderen Verlust. Somit gebietet bereits die Logik, dass nicht jeder gewinnerbringend Trading betreiben kann. Verluste gehören also dazu.

Trotzdem gibt es Fallkonstellationen, in denen nach dem Trading Geld zurück verlangt werden kann. Hierfür müsste jedoch eine schwerwiegende Pflichtverletzung aus dem Vertrag zwischen Ihnen und dem Finanzdienstleister, oder ein strafrechtlich relevanter Betrugsfall vorliegen.

Unterschied zwischen Schlechtberatung und Kapitalanlagebetrug!

Es ist zunächst zwischen einer mangelhaften Leistung eines Finanzdienstleisters, und einer betrügerischen Handlung zu unterscheiden. Ein lediglich schlechter Trader, der Sie womöglich beraten und angeleitet hat, muss aufgrund seiner Schlechtberatung nicht automatisch nach dem Trading Geld zurück an Sie zahlen.

Bei einer Schlechtberatung in Bezug auf Trading-Plattformen und einzelnen Trades muss eine vertraglich bestimmbare Pflichtverletzung vorliegen. Diese kann beispielsweise in der unvollständigen Aufklärung über etwaige Risiken und Chancen zu sehen sein. Oder in der Vornahme von Tradingpositionen, die nicht vom Vertragsverhältnis gedeckt waren und letztlich zur Depotwertverringerung beitrugen. Viele Konstellationen sind denkbar.

Sofort-Tipp: Fordern Sie von Ihrem Trader, der Ihnen unseriös oder betrügerisch erscheint, die „gesetzlich vorgesehenen Informationsblätter“ an. Wenn diese nicht übersandt werden, ist hierdurch bereits eine ernstzunehmende und rechtlich relevante Pflichtverletzung möglich.

Ein Kapitalanlagebetrug wiederum ist gegeben, wenn betrügerisch agiert wurde, um Ihr Geld zu erhalten. In diesen Fällen war eine betrügerische Trading-Plattform errichtet, oder Ihr Trader war in eigener Person betrügerisch aktiv. Der Betrug liegt in der absichtlichen Mitteilung falscher Informationen, die letztlich eine Täuschung darstellen. Betrugsopfer sollten sich unbedingt nach einem Trading-Betrug Hilfe einholen, sonst ist höchstwahrscheinlich ein Totalverlust der investierten Finanzmittel gegeben.

Sowohl bei einer lediglich unzureichenden Trading-Beratung, als auch beim Trading-Betrug kann nach dem Trading Geld zurück verlangt werden. Hierbei sollte jedoch ein spezialisierter Rechtsanwalt hinzugezogen werden, der die Rückzahlungsansprüche prüft und gegebenenfalls auch die Strafverfolgung einleiten lässt.

Trading Geld zurück: Verbraucherzentrale warnt vor Betrügern!

Die Verbraucherzentralen treten mit mahnenden Worten an die Öffentlichkeit. Denn die Fallzahlen der betrügerisch agierenden Trading-Plattformen nimmt rasant zu. Immer mehr Betroffene verlieren viel Geld und melden sich bei den Verbraucherzentralen.

Die Warnmeldungen der Verbraucherzentralen kommen für viele geschädigte Tradinganfänger leider zu spät. Im Nachhinein kann die Informationsseite einer Verbraucherzentrale vermutlich bei der Einordnung der Geschehnisse helfen, doch nach dem Trading Geld zurück gibt es durch die Verbraucherzentralen nicht. Dennoch sollten Betroffene in jedem Falle einen Trading-Betrug melden.

Auf den Websites der verschiedenen Verbraucherzentralen deutschlandweit ist zu lesen, dass insbesondere über social media seitens der unseriösen Trader eine erste Kontaktaufnahme stattfindet. Teilweise werden von den Finanzbetrügern über YouTube einschlägige Werbevideos geschaltet, die vor authentischen YouTube-Videos als Anzeige erscheinen.

Dabei sind insbesondere die äußerst professionell gefälschten Plattformen im Fokus der Verbraucherzentralen. Denn die betrügerischen Trading-Plattformen wirken wie echte Handelsplattformen. Hierbei wird den Betrugsopfer kurstechnisch etwas dargestellt, was nicht tatsächlich gegeben ist: fake Chartverläufe, gefälschte Gewinne, angebliche Auszahlungsbestätigungen und vieles mehr.

Geld zurück, wenn eine betrügerische Trading-Plattform Sie abgezockt hat?

Im Falle von einem Trading-Plattform Betrug sollten sich Betroffene unverzüglich um die Angelegenheit kümmern. Denn die Straftäter sind vermutlich bereits damit beschäftigt, das von Ihnen erbeutete Geld beiseite zu schaffen. Die Geldströme sollten sofort nachverfolgt und möglichst gestoppt werden:

  • Bei einem Trading-Betrug per Banküberweisung sind die Konten der Betrüger – auch im Ausland – in enger Kooperation mit den Finanzinstituten und Ermittlungsbehörden einzufrieren.

  • Sollte der betrügerische Trader Ihnen Kryptowährungen entwendet haben, ist eine einschlägige Blockchainanalyse notwendig. So können die Bitcoins oder anderen Kryptowährungen nachverfolgt werden.

  • Kreditkartenzahlungen oder PayPal-Überweisungen sind brauchbare Ermittlungshinweise, die für die Täterverfolgung genutzt werden können.


Je mehr Zeit die Betrugsopfer verschwenden, desto höher ist die Chance, die Täter nicht mehr erwischen zu können. Es gilt daher, sofort zu reagieren, um bestmöglich gegen den Trading Betrug vorzugehen.

Darüber hinaus sind Schutzmaßnahmen zu treffen. Denn im Zuge der Anmeldung bei einer betrügerischen Trading-Plattform, oder im persönlichen Austausch mit dem unseriösen Trader haben Sie vermutlich Ihre Ausweisdokumente und weitere Daten mitgeteilt. Diese Datensätze könnten von den Tradingbetrügern im Nachhinein missbraucht und gegen Sie verwendet werden.

Wie prüft ein Rechtsanwalt, ob Sie nach dem Trading Geld zurück erhalten können?

Es ist empfehlenswert, in Fällen unseriöser Trading-Plattformen oder einem handfesten Trading Betrug mit einem spezialisierten Rechtsanwalt zusammenzuarbeiten. Ihr Anwalt wird für Sie die Situation aus rechtlicher Perspektive überprüfen.

Hierbei wird für Ihren Anwalt entscheidend sein, ob Sie nach dem Trading Geld zurück erhalten können: dies ist abhängig davon, ob eine Fehlberatung vorlag oder ein betrügerischer Trader aktiv war. In beiden Fällen ist eine Rechtsverfolgung der Angelegenheit anzuraten. Die Fallkonstellationen unterscheiden sich lediglich in den konkreten Maßnahmen, die getroffen werden müssen.

Achten Sie bei der Auswahl Ihres Anwalts darauf, dass dieser einschlägige Erfahrungen mit Trading-Plattformen und Trading Betrug hat. Ein Anwalt für Trading-Betrug wird in der Lage sein, Ihren Fall zielsicher zu prüfen und schnellst möglich die notwendigen Schritte einleiten. Bei Fallkonstellationen mit Kryptowährungen ist es vorteilhaft, einen Rechtsanwalt für Bitcoin Trading Betrug aufzusuchen – explizite Kenntnisse der Blockchaintechnologie sind eine Voraussetzung für eine möglichst erfolgreiche Verfolgung der undurchsichtigen Geldströme und international vernetzten Täter.

Unsere Kanzlei bietet eine kostenfreie Ersteinschätzung für geschädigte Geldanleger an. Schildern Sie gern per E-Mail oder über das Kontaktformular, weshalb Sie beim Trading Geld zurück verlangen möchten und wie sich die konkrete Situation aus Ihrer Sicht darstellt. Sie erhalten zeitnah eine Rückmeldung unter Angabe der Erfolgsaussichten.

Fragen und Antworten zu Möglichkeiten der Rückforderung!

Grundsätzlich können Sie das Geld von dort zurück verlangen, wo Sie es eingesetzt hatten. Ob allerdings ein Anspruch auf Rückzahlung gegeben ist, muss gesondert geprüft werden. 

Dies lässt sich aus der Ferne nicht pauschal beantworten, ohne weitere Informationen vorliegen zu haben. Es kommt auf die Details an - hat der Trader sich lediglich unseriös verhalten, oder liegt ein Betrug vor? Sprechen Sie mit einem Rechtsanwalt, der dies für Sie überprüfen kann.

Falls ein Anspruch auf Rückzahlung besteht, sollten Sie diesen anwaltlich durchsetzen. Zunächst ist empfehlenswert, im Rahmen einer kostenfreien Ersteinschätzung Ihren konkreten Tradingvorfall einem Anwalt mitzuteilen. Nicht jede Kanzlei bietet eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Erkundigen Sie sich daher im Vorfeld darüber, ob bereits für eine erste Sichtung womöglich ein Kostenaufwand entsteht.