Bis Globals – Der Anruf ist das Warnsignal: Finanzaufsicht rät Anlegern zur Vorsicht
Vor Bis Globals (web.bisglobals.com) warnt die niederländische Finanzaufsicht AFM ausdrücklich seit dem 20. Oktober 2026. Sie stuft den Anbieter als mutmaßlichen Boiler-Room ein und berichtet über unaufgeforderte Anlageangebote. Wer bereits investiert hat, sollte keine weiteren Zahlungen leisten, seine Bank kontaktieren und die Kommunikation mit den angeblichen Anlageberatern sichern.
Auch die spanische Finanzaufsicht CNMV veröffentlichte am 28. Oktober 2026 die Warnung zu Bis Globals.
Für Betroffene stehen drei Fragen im Vordergrund: Ist eine Bis Globals Auszahlung möglich? Welche Anhaltspunkte sprechen für einen Bis Globals Betrug? Und wie lässt sich das investierte Geld zurückfordern?
Als Rechtsanwalt Martin Wehrmann empfehle ich eine zeitnahe Prüfung. Über trading-betrug.de können Anleger eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.
Bis Globals Erfahrungen: Warum die AFM-Warnung besonders relevant ist
Die AFM beschreibt Bis Globals als mutmaßlichen Boiler-Room. Darunter versteht die Behörde Anbieter, die potenzielle Anleger durch unaufgeforderte Kontaktaufnahme und geschickte Verkaufsgespräche zu Investitionen bewegen wollen.
Nach Feststellung der AFM besitzt Bis Globals weder eine niederländische Finanzdienstleistungserlaubnis noch einen entsprechenden europäischen Pass.
Die Warnung nennt folgende Kontaktdaten:
- Handelsplattform: web.bisglobals.com
- Telefonnummer: +44 20 6529 7438
- E-Mail-Adresse: support@bisglobals.com
Ich empfehle Anlegern, diese Angaben mit ihren eigenen Nachrichten und Anruflisten abzugleichen. Abweichende Telefonnummern oder Ansprechpartner sollten ebenfalls dokumentiert werden.
Die erste Einzahlung: Was das FBI über frühe Betrugswarnzeichen berichtet
Das FBI verfolgt mit seiner Operation Level Up einen ungewöhnlichen Ansatz: Ermittler informieren mögliche Opfer von Kryptowährungs-Anlagebetrug teilweise bereits, bevor diese ihren gesamten Einsatz verlieren.
Nach Angaben des US-Justizministeriums wurden bis Ende Juni 2025 mehr als 6.400 mögliche Geschädigte kontaktiert. Viele wussten zuvor nicht, dass sie möglicherweise betrogen wurden.
Die praktische Lehre für Anleger bei Bis Globals: Warten Sie nicht darauf, dass Ihr Konto gesperrt wird. Schon eine behördliche Warnung und ungewöhnlicher Einzahlungsdruck rechtfertigen eine sorgfältige Prüfung.
Ich rate, insbesondere den ursprünglichen Kontaktweg festzuhalten: Wer hat Sie angesprochen, welche Rendite wurde versprochen und warum sollten Sie gerade jetzt investieren?
Bis Globals Auszahlung: Warum zusätzliche Gebühren keine Lösung sind
Wird eine Bis Globals Auszahlung verzögert, sollten Anleger keine angeblichen Steuern oder Freischaltungsgebühren nachzahlen. Solche Forderungen müssen zunächst auf ihre vertragliche und tatsächliche Grundlage geprüft werden.
Im Dezember 2025 berichtete das US-Justizministerium über Ermittlungen zu den vermeintlichen Investmentplattformen TMGM und NEEX. Dort sollen Geschädigte bei Auszahlungsversuchen mit Ausreden und weiteren Zahlungsforderungen konfrontiert worden sein.
Eine direkte Verbindung zu Bis Globals ist nicht belegt.
Ich empfehle, den Auszahlungsantrag schriftlich zu stellen, die angezeigte Guthabenhöhe zu sichern und jede Antwort des Supports unverändert aufzubewahren.
Ein wichtiger Unterschied: Handelsverluste oder möglicherweise erfundene Gewinne?
Nicht jeder Verlust beim Trading ist ein Betrug. Anders liegt es, wenn Handelsgeschäfte nur vorgetäuscht und eingezahlte Gelder zweckwidrig verwendet werden.
Im Strafverfahren um den Trade Coin Club beschrieben US-Justizbehörden ein Bitcoin-Investmentmodell, das mit einer leistungsfähigen Handelssoftware warb. Tatsächlich fand nach den behördlichen Feststellungen kein entsprechender Handel statt.
Für web.bisglobals.com würde ich deshalb überprüfen, ob es unabhängige Nachweise für die angeblich ausgeführten Geschäfte gibt.
Ein bloßer Kontostand innerhalb des Kundenportals reicht dafür nicht aus.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.
- 1Sie schildern uns Ihren Fall
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Bis Globals Betrug: Welche rechtlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Die AFM-Warnung ist ein erhebliches Indiz für Risiken. Sie bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jeder einzelne Geschäftsvorgang strafrechtlich als vollendeter Betrug nachgewiesen ist.
Ein Bis Globals Betrug nach § 263 Abs. 1 StGB setzt insbesondere eine vorsätzliche Täuschung voraus, die zu einem Irrtum, einer Vermögensverfügung und einem Vermögensschaden führt.
Ich prüfe daher, welche konkreten Aussagen vor einer Einzahlung gemacht wurden. Falsche Angaben über eine behördliche Erlaubnis, vermeintlich garantierte Gewinne oder tatsächlich nicht vorhandene Handelsgeschäfte können relevant sein.
Zivilrechtlich kommen bei nachgewiesener Täuschung Ansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB und gegebenenfalls § 826 BGB in Betracht.
Was Sie jetzt sofort tun sollten
- Weitere Einzahlungen an Bis Globals einstellen, auch wenn angebliche Gewinne andernfalls verfallen sollen.
- Ihre Bank kontaktieren und prüfen lassen, ob ein Überweisungsrückruf möglich ist.
- Kreditkartenzahlungen reklamieren, soweit die Voraussetzungen eines Chargeback-Verfahrens vorliegen.
- Das Kundenkonto auf web.bisglobals.com dokumentieren, einschließlich Handelsverlauf und Auszahlungsanträgen.
- Anruflisten und Nachrichten sichern, insbesondere Kontakte über die von der AFM genannte Telefonnummer.
- Empfängerkonten und Zahlungsdienstleister erfassen, einschließlich IBAN und Kontoinhaber.
- Wallet-Adressen und Transaktionskennungen speichern, wenn Kryptowährungen übertragen wurden.
- Fernzugriffe und Passwörter überprüfen, falls angebliche Berater Zugriff auf Geräte oder Konten erhielten.
Ich empfehle zusätzlich eine chronologische Übersicht, in der jede Einzahlung der vorausgehenden Zahlungsaufforderung zugeordnet wird.
Der Fall der 75 Scheinfirmenkonten: Warum der Geldempfänger entscheidend ist
Im März 2025 berichtete das US-Justizministerium über die Rückgewinnung von sieben Millionen US-Dollar aus einem Kryptowährungs-Anlagebetrug.
Nach den Gerichtsunterlagen nutzten die Täter mehr als 75 Bankkonten von Scheingesellschaften, um Gelder über vermeintlich seriöse Investmentseiten einzusammeln.
Das zeigt, warum die Identität des tatsächlichen Zahlungsempfängers häufig wichtiger ist als der Name der beworbenen Plattform.
Ich rate, bei Bis Globals sämtliche Zahlungsbelege aufzubewahren. Gerade abweichende Kontoinhaber können für die rechtliche Prüfung und mögliche Ermittlungen bedeutsam sein.
Bis Globals Geld zurück: Welche Möglichkeiten gibt es?
Bei einer selbst autorisierten Überweisung besteht grundsätzlich kein automatischer Erstattungsanspruch gegen die Bank. Bei nicht autorisierten Zahlungsvorgängen kann dagegen § 675u BGB einschlägig sein.
Gegen identifizierbare Empfänger können unter bestimmten Voraussetzungen Rückforderungsansprüche aus § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB bestehen.
Bei Kryptowährungen lassen sich Transaktionen gegebenenfalls technisch nachvollziehen. Daraus ergibt sich jedoch nicht automatisch ein Anspruch gegen eine Kryptobörse oder eine sichere Rückzahlung.
Ich empfehle, Zahlungsweg, Anspruchsgegner und vorhandene Beweise gemeinsam zu prüfen.
Die zweite Gefahr: Angebliche Rückholfirmen verlangen erneut Geld
Das US-Justizministerium berichtete im Dezember 2025 über die Sicherstellung von Kryptowährungen im Zusammenhang mit mutmaßlichen Anlagebetrugsfällen. Dabei wurde auch beschrieben, wie Geschädigte durch angebliche Rückholangebote erneut zu Vorauszahlungen bewegt werden sollten.
Wer negative Bis Globals Erfahrungen gemacht hat, sollte deshalb besonders vorsichtig sein, wenn unbekannte Personen behaupten, verlorene Gelder bereits gefunden zu haben.
Überweisen Sie keine Freigabegebühren und geben Sie keine privaten Wallet-Schlüssel heraus.
Bis Globals rechtlich prüfen lassen – aus der Warnung konkrete Schritte ableiten
Bei Bis Globals (web.bisglobals.com) besteht aufgrund der AFM-Warnung vom 20. Oktober 2026 ein konkreter Anlass, das Anlageangebot kritisch zu prüfen.
Als Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht untersuche ich die Kommunikation, die tatsächlichen Zahlungsempfänger, mögliche Täuschungshandlungen und rechtliche Rückforderungsansprüche.
Über trading-betrug.de können Betroffene eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern. Dabei lässt sich beurteilen, ob außergerichtliche Maßnahmen, eine Strafanzeige oder weitere rechtliche Schritte sinnvoll sind.
Eine Rückzahlung ist nicht garantiert. Entscheidend sind die vorhandenen Beweise, die Art der Zahlungen und die Identifizierbarkeit möglicher Verantwortlicher.