Kanzlei für Digital-
und Wirtschaftsrecht
Geld zurück nach Trading Betrug?

BrintelexisPro (brintelexis.de): Unseriöse Handelsplattform? Was Anleger bei Auszahlungsproblemen und Betrugsverdacht tun können

Veröffentlicht am 17.10.2026 –

Eine E-Mail vom angeblichen Kundenservice, eine neue Anweisung des persönlichen Trading-Beraters, ein Kontostand mit erfreulichen Gewinnen – und trotzdem bleibt das investierte Geld unerreichbar. Wer bei BrintelexisPro über brintelexis.de handelt oder bereits Geld eingezahlt hat, sollte bei solchen Widersprüchen aufmerksam werden.

Besonders wichtig sind dabei zwei Kontaktadressen: support@brintelexis.de und info@brintelexis.de. Sie können helfen, die Kommunikation mit dem Anbieter zu rekonstruieren. Ihre bloße Existenz beweist allerdings weder die Seriosität noch einen Betrug.

Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Bei Verdacht auf eine unseriöse Handelsplattform empfehle ich, zunächst weitere Vermögensschäden zu verhindern und anschließend die rechtliche Verantwortlichkeit hinter dem Angebot zu untersuchen.

Über trading-betrug.de können Anleger eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.

BrintelexisPro: Was sich über das Angebot überprüfen lässt

Bei der Recherche zu BrintelexisPro und der Internetadresse brintelexis.de ließ sich keine eindeutig verifizierte Betreibergesellschaft feststellen.

Auch eine konkret auf dieses Angebot bezogene Warnung der BaFin oder einer anderen Finanzaufsichtsbehörde konnte ich nicht belastbar bestätigen.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass BrintelexisPro behördlich zugelassen oder als seriös einzustufen wäre. Umgekehrt lässt sich aus fehlenden verifizierbaren Informationen allein kein strafbarer Betrug ableiten.

Für Anleger ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: Die Identität des tatsächlichen Vertragspartners muss unabhängig von der Außendarstellung der Website überprüft werden.

Ich empfehle, vorhandene Vertragsbedingungen, Registrierungsbestätigungen und angebliche Lizenznachweise vollständig zu sichern.

Zwei E-Mail-Adressen, aber wer trägt die Verantwortung?

Bei möglichen Trading-Streitigkeiten konzentrieren sich Anleger häufig auf den Ansprechpartner, mit dem sie zuletzt gesprochen haben. Rechtlich ist jedoch entscheidend, wer hinter den abgegebenen Erklärungen steht.

Die Adressen support@brintelexis.de und info@brintelexis.de sind dem Namen nach unterschiedliche Kontaktpostfächer derselben Domain. Ob sie tatsächlich vom Betreiber der Handelsplattform kontrolliert werden, lässt sich allein daraus nicht beweisen.

Den Absender technisch dokumentieren

Speichern Sie E-Mails möglichst im Originalformat einschließlich vollständiger Kopfzeilen. Ein angezeigter Absendername kann manipuliert sein.

Antworten und Zuständigkeiten vergleichen

Prüfen Sie, ob über beide Postfächer dieselben Vertragsangaben, Ansprechpartner und Zahlungsanweisungen kommuniziert wurden.

Keine vorschnellen Identitätsannahmen

Ein Supportmitarbeiter ist nicht automatisch Geschäftsführer oder persönlich haftender Betreiber.

Ich empfehle, für BrintelexisPro eine gesonderte Übersicht sämtlicher Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen anzulegen.

Die erste Auszahlung als praktischer Prüfstein

Bei einer Handelsplattform zeigt sich ihre Zuverlässigkeit nicht allein an der Registrierung oder den dargestellten Gewinnen.

Entscheidend ist, ob Anleger ihre vertraglichen Rechte tatsächlich ausüben können.

Wer eine Auszahlung bei BrintelexisPro verlangt, sollte den Antrag nachvollziehbar dokumentieren: Betrag, Datum, Empfängerkonto und gewählte Auszahlungsmethode.

Ich rate dazu, eine schriftliche Bestätigung und gegebenenfalls die konkrete vertragliche Grundlage einer Ablehnung anzufordern.

Bleibt eine Antwort aus, sollte auch dieser Umstand festgehalten werden. Eine Verzögerung beweist zwar noch keinen Betrug, kann zusammen mit weiteren Auffälligkeiten aber relevant werden.

Wichtig: Zahlen Sie keine zusätzlichen Beträge, nur um eine angeblich bereits freigegebene Auszahlung zu erhalten.

brintelexis.de: Was die Handelsoberfläche tatsächlich beweisen kann

Eine digitale Trading-Anzeige ist zunächst eine Darstellung von Daten. Sie beweist nicht automatisch, dass reale Finanzinstrumente erworben oder Gewinne erzielt wurden.

Für brintelexis.de sollte deshalb geprüft werden, welche Handelsprodukte angeboten wurden und wie die angeblichen Transaktionen abgerechnet werden.

Ich empfehle, die vollständige Handelshistorie, Ordernummern, Gebührenübersichten und Vertragsbedingungen herunterzuladen.

Reale Ausführung oder interne Buchung?

Wurden konkrete Handelsplätze, Ausführungszeiten und Instrumentenkennungen angegeben? Fehlen solche Informationen, sollte nachgefragt werden.

Guthaben oder tatsächlich verwahrtes Vermögen?

Ein Plattformkontostand ist nicht ohne Weiteres mit einem Bankguthaben oder einem Wertpapierdepot gleichzusetzen.

Für die Schadensberechnung sollten Anleger zunächst die tatsächlichen Einzahlungen und erhaltenen Rückzahlungen gegenüberstellen.

Was Sie jetzt sofort tun sollten

Wenn Sie bei BrintelexisPro investiert haben und konkrete Unregelmäßigkeiten feststellen, empfehle ich folgende Schritte:

  1. Weitere Zahlungen einstellen. Überweisen Sie keine zusätzlichen Anlagebeträge, angeblichen Steuern oder Freischaltungsgebühren.
  2. Bank oder Kartenanbieter informieren. Lassen Sie mögliche Rückruf-, Reklamations- oder Sicherungsmaßnahmen prüfen.
  3. Auszahlung schriftlich verlangen. Dokumentieren Sie den Antrag und sämtliche Antworten von BrintelexisPro.
  4. E-Mails vollständig sichern. Bewahren Sie insbesondere Nachrichten von support@brintelexis.de und info@brintelexis.de im Original auf.
  5. Trading-Konto dokumentieren. Speichern Sie Screenshots, Transaktionslisten und Vertragsbedingungen von brintelexis.de.
  6. Zahlungsbelege zusammenstellen. Erfassen Sie IBANs, Kreditkartenumsätze, Wallet-Adressen und gegebenenfalls Transaktions-Hashes.
  7. Digitale Sicherheit überprüfen. Kontrollieren Sie AnyDesk, TeamViewer und andere Fernwartungsprogramme; ändern Sie Passwörter und aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  8. Rechtliche Prüfung veranlassen. Lassen Sie mögliche Verantwortliche und Rückforderungsansprüche untersuchen.

Löschen Sie keine Nachrichten, selbst wenn Sie die Kommunikation mit dem Anbieter beenden möchten.

Kostenfreie Ersteinschätzung

Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.

  • 1Sie schildern uns Ihren Fall
  • 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
  • 3Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten
  • 4Sie erhalten eine anwaltliche Rückmeldung zu Ihrem Einzelfall.

Wenn der angebliche Broker auf weitere Einzahlungen drängt

Aus bekannten Trading-Betrugsmodellen ist eine Vorgehensweise bekannt, bei der Anleger nach ersten Einzahlungen zu immer höheren Beträgen bewegt werden.

Dazu können angeblich besonders günstige Marktchancen, zeitlich begrenzte Angebote oder vermeintliche Kontovorteile eingesetzt werden.

Ob solche Methoden konkret bei BrintelexisPro verwendet wurden, muss anhand der individuellen Kommunikation festgestellt werden.

Ich empfehle, jeder Einzahlung die unmittelbar vorausgegangenen Nachrichten zuzuordnen.

Wurde eine bestimmte Rendite versprochen? Hat ein Ansprechpartner behauptet, das Kapital sei vollständig abgesichert? Wurde eine behördliche Zulassung genannt?

Solche Aussagen können für die Prüfung einer möglichen Täuschung wesentlich wichtiger sein als allgemeine Werbeversprechen auf der Startseite.

Warum Zahlungsanweisungen nicht automatisch zum Anbieter führen

Bei einem möglichen Investmentbetrug kann der tatsächliche Empfänger des Geldes von dem Unternehmen abweichen, das auf der Handelsplattform genannt wird.

Deshalb sollte bei BrintelexisPro jede Zahlung einzeln untersucht werden.

Bei Banküberweisungen sind Empfängername, IBAN, Datum, Betrag und Verwendungszweck relevant.

Bei Kreditkartenzahlungen sollte die tatsächliche Händlerbezeichnung gesichert werden.

Wurden Kryptowährungen verwendet, sind Kaufbelege, Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes wichtig.

Ich empfehle, die Zahlungsanweisungen aus E-Mails oder Messenger-Nachrichten unmittelbar mit den jeweiligen Kontobelegen zu vergleichen.

Eine abweichende Empfängerbezeichnung ist kein automatischer Betrugsbeweis, kann aber entscheidende Ermittlungsansätze liefern.

BrintelexisPro Geld zurück: Welche Ansprüche geprüft werden können

Die rechtlichen Möglichkeiten hängen insbesondere davon ab, wie das Geld übertragen wurde und welche Täuschungshandlungen nachweisbar sind.

Bei einer selbst autorisierten Banküberweisung besteht grundsätzlich kein automatischer Erstattungsanspruch gegen die eigene Bank. Ein schneller Überweisungsrückruf kann dennoch sinnvoll sein.

Wurde eine Zahlung ohne wirksame Autorisierung ausgeführt, kommt § 675u BGB in Betracht.

Bei Kreditkartenzahlungen können unter bestimmten Voraussetzungen Chargeback-Verfahren möglich sein. Hier sollten die jeweiligen Reklamationsfristen beachtet werden.

Bei nachgewiesenem vorsätzlichem Betrug kommen Schadensersatzansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB infrage.

Daneben kann § 826 BGB wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung relevant werden. Je nach Vertragsgestaltung sind außerdem vertragliche Rückzahlungsansprüche oder § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB zu prüfen.

Ein weiterer Risikofaktor: Persönliche Daten und Fernzugriffe

Nicht jeder mögliche Schaden beschränkt sich auf das eingezahlte Kapital.

Haben Anleger gegenüber BrintelexisPro Ausweiskopien, Bankunterlagen oder Zugangsdaten offengelegt, sollte auch das Risiko eines späteren Missbrauchs geprüft werden.

Besonders kritisch sind Fernwartungsprogramme wie AnyDesk oder TeamViewer, wenn unbekannte Ansprechpartner dadurch Zugriff auf den Computer erhalten haben.

Ich empfehle, solche Zugänge zu überprüfen, gegebenenfalls zu entfernen und betroffene Passwörter von einem vertrauenswürdigen Gerät aus zu ändern.

Kontrollieren Sie außerdem Ihre Bankkonten auf unbekannte Zahlungen und richten Sie geeignete Sicherheitsbenachrichtigungen ein.

Bei einem Verdacht auf Identitätsmissbrauch sollten die betroffenen Dienstleister unverzüglich informiert werden.

Strafanzeige, Verjährung und zweiter Betrugsversuch

Bei konkreten Betrugsanzeichen kann eine Strafanzeige sinnvoll sein. Für den Sachverhalt rund um brintelexis.de sollten insbesondere Zahlungsbelege, Original-E-Mails und Auszahlungsanträge vorgelegt werden.

Eine Strafanzeige führt jedoch nicht automatisch zur Rückzahlung. Zivilrechtliche Ansprüche müssen gesondert untersucht werden.

Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt nach §§ 195, 199 BGB grundsätzlich drei Jahre. Ihr Beginn hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen ab.

Besondere Vorsicht gilt bei sogenannten Recovery Scams: Angebliche Ermittler oder Blockchain-Experten behaupten, verlorene Gelder gefunden zu haben, und verlangen zunächst weitere Gebühren.

Ich rate dazu, keine Rückzahlungsgarantien zu akzeptieren und niemals neue Vorauszahlungen an unbekannte Rückholunternehmen zu leisten.

BrintelexisPro: Über trading-betrug.de den konkreten Sachverhalt prüfen

Bei BrintelexisPro (brintelexis.de) ist entscheidend, ob die tatsächliche Betreiberidentität geklärt werden kann, welche Zahlungen geleistet wurden und welche konkreten Aussagen den Anleger zur Investition bewegt haben.

Als Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht empfehle ich, sämtliche Vertragsunterlagen, Zahlungsbelege und Nachrichten von support@brintelexis.de sowie info@brintelexis.de zusammenzustellen.

Über trading-betrug.de können Betroffene eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.

Ich prüfe den individuellen Sachverhalt, die Zahlungswege, mögliche Verantwortliche und rechtliche Rückforderungsansprüche. Anschließend lässt sich beurteilen, ob außergerichtliche Forderungen, eine Strafanzeige oder gerichtliche Schritte sinnvoll erscheinen.

Eine Rückzahlung kann nicht garantiert werden. Wer jedoch weitere Zahlungen verhindert, die Kommunikation beweissicher dokumentiert und seine rechtlichen Möglichkeiten frühzeitig prüfen lässt, schafft eine belastbare Grundlage für das weitere Vorgehen.