Landmark Group (landmarkgroup.io): BaFin-Warnung, Auszahlungsprobleme und konkrete Schritte zur Geldrückholung
Wer Geld bei Landmark Group eingezahlt hat, sollte jetzt vor allem eines vermeiden: weitere Zahlungen leisten, ohne zuvor die tatsächlichen Empfänger und die rechtlichen Hintergründe geklärt zu haben. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat bereits vor landmarkgroup.io gewarnt. Besonders schwer wiegt der festgestellte Identitätsmissbrauch.
Was bedeutet das für Anleger, die auf eine Auszahlung warten? Ist Landmark Group Betrug? Und welche Möglichkeiten bestehen, bereits überwiesenes Geld zurückzuerhalten?
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Ich erläutere, welche Beweise jetzt entscheidend sind, wie sich Zahlungsströme untersuchen lassen und weshalb selbst bei unbekannten Plattformbetreibern rechtliche Ansatzpunkte bestehen können. Betroffene können über trading-betrug.de eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.
Landmark Group: Warum die BaFin-Warnung für Anleger so wichtig ist
Am 30. April 2026 wurde eine BaFin-Warnung zu landmarkgroup.io veröffentlicht. Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht bieten die unbekannten Betreiber Finanzdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis an.
Die Behörde benennt außerdem einen Identitätsmissbrauch: Die Verantwortlichen geben sich als die britischen Unternehmen „Landmark Finance Ltd“ beziehungsweise „Landmark Private Finance Ltd“ aus.
Diese Feststellung hat erhebliche praktische Bedeutung. Denn wenn fremde Unternehmensidentitäten verwendet werden, ist nicht gewährleistet, dass der angebliche Vertragspartner tatsächlich hinter dem Investmentangebot steht.
Meine Empfehlung: Sichern Sie sämtliche Dokumente, in denen Landmark Group einen Unternehmensnamen, eine Geschäftsanschrift oder eine Registrierungsnummer nennt. Vergleichen Sie diese Angaben nicht nur mit einem Handelsregistereintrag, sondern insbesondere mit dem tatsächlichen Zahlungsempfänger.
Ein existierendes Unternehmen und ein gleichlautender Name auf einer Trading-Website sind noch kein Nachweis einer geschäftlichen Verbindung.
Der entscheidende Unterschied zwischen Kontostand und echtem Vermögen
Ein Anleger öffnet sein Handelskonto. Auf dem Bildschirm stehen beispielsweise 48.000 Euro. Ursprünglich wurden nur 15.000 Euro eingezahlt. Die vermeintliche Rendite erscheint beeindruckend.
Doch was beweist diese Anzeige?
Zunächst lediglich, dass das System einen bestimmten Betrag darstellt. Ob tatsächlich Wertpapiergeschäfte, Devisentransaktionen oder Kryptowährungskäufe stattgefunden haben, muss unabhängig überprüft werden.
Bei Landmark Group sollten Anleger deshalb drei Dinge auseinanderhalten:
- Tatsächlich eingezahltes Geld.
- Angezeigte Handelsgewinne und Kontoguthaben.
- Nachweisbar erworbene und dem Anleger zuzuordnende Vermögenswerte.
Ich empfehle, bei landmarkgroup.io angezeigte Transaktionen anhand von Ordernummern, Ausführungszeiten, Handelsplätzen und Abrechnungen zu überprüfen.
Fehlen nachvollziehbare Ausführungsbelege, sollte der dargestellte Gewinn keinesfalls als gesichert betrachtet werden. Diese Unterscheidung ist für die spätere Schadensberechnung wesentlich.
Landmark Group Auszahlung: Warum eine zusätzliche Gebühr besonders gefährlich sein kann
Bei problematischen Investmentangeboten entsteht häufig eine zweite finanzielle Gefahr: Anleger sollen erst weiteres Geld überweisen, damit vorhandenes Guthaben ausgezahlt werden kann.
Als Begründung werden beispielsweise Steuern, Liquiditätsnachweise, Sicherheitsleistungen oder angebliche Compliance-Prüfungen genannt.
Ob Landmark Group im konkreten Einzelfall solche Forderungen gestellt hat, muss anhand der Kommunikation geprüft werden.
Verlangt landmarkgroup.io eine Steuerzahlung?
Überweisen Sie keine angebliche Kapitalertragsteuer an ein unbekanntes Privatkonto oder eine neu mitgeteilte Wallet, nur weil ein Ansprechpartner dies verlangt.
Fordern Sie stattdessen eine schriftliche Erklärung mit Rechtsgrundlage, Berechnung und Identität des Zahlungsempfängers an.
Wird eine Freischaltungsgebühr gefordert?
Verlangen Sie die konkrete Vertragsklausel und eine nachvollziehbare Abrechnung. Leisten Sie bis zur unabhängigen Prüfung keine zusätzliche Zahlung.
Ich rate außerdem, die ursprüngliche Auszahlungsanforderung einschließlich Datum, Betrag und aller Antworten zu sichern. Gerade wechselnde Begründungen können später beweisrechtlich bedeutsam sein.
Was Sie jetzt sofort tun sollten
Wenn Sie bei Landmark Group Geld investiert haben und Unregelmäßigkeiten feststellen, empfehle ich folgende Sofortmaßnahmen:
- Weitere Zahlungen stoppen. Überweisen Sie weder zusätzliches Investmentkapital noch angebliche Auszahlungsgebühren.
- Bank kontaktieren. Melden Sie den Betrugsverdacht und lassen Sie unverzüglich prüfen, ob ein Überweisungsrückruf möglich ist.
- Beweise sichern. Speichern Sie Kontostände, Handelsübersichten, Auszahlungsanträge, E-Mails und vollständige Messenger-Verläufe.
- Zugänge absichern. Ändern Sie Passwörter, aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung und kontrollieren Sie gegebenenfalls installierte Fernwartungssoftware.
- Zahlungsempfänger dokumentieren. Notieren Sie IBAN, Empfängernamen, Überweisungsdaten sowie gegebenenfalls Wallet-Adressen und Transaktionskennungen.
- Keine weiteren Ausweisdokumente versenden. Prüfen Sie, ob bereits übermittelte Identitätsdaten missbraucht werden könnten.
- Rechtliche Prüfung veranlassen. Lassen Sie Zahlungswege, mögliche Ansprüche und erforderliche Sicherungsmaßnahmen frühzeitig untersuchen.
Wichtig: Löschen Sie nicht vorschnell sämtliche Nachrichten oder technischen Spuren. Diese können für Ermittlungen und die zivilrechtliche Anspruchsdurchsetzung benötigt werden.
Landmark Group Geld zurück: Der Zahlungsweg entscheidet über die Möglichkeiten
Nicht jede Einzahlung lässt sich auf dieselbe Weise zurückholen. Bei landmarkgroup.io kommt es insbesondere darauf an, wie das Geld übertragen wurde und wer es tatsächlich erhalten hat.
Banküberweisung: Empfängerbank und Rückrufmöglichkeiten
Bei einer SEPA-Überweisung sollte umgehend ein Rückruf versucht werden. Nach Ausführung besteht allerdings kein automatischer Anspruch auf Rückbuchung.
Für die rechtliche Prüfung sind § 675u BGB bei nicht autorisierten Zahlungsvorgängen und § 675p BGB zur Unwiderruflichkeit von Zahlungsaufträgen relevant.
Eine selbst autorisierte Überweisung wird nicht allein deshalb zu einem nicht autorisierten Zahlungsvorgang, weil der Anleger getäuscht wurde.
Kreditkarte: Reklamation und Chargeback
Bei Kreditkartenzahlungen kann ein Reklamationsverfahren über den Kartenherausgeber infrage kommen.
Ich empfehle, die vereinbarte Leistung, den tatsächlichen Zahlungsempfänger und den Grund der Beanstandung präzise darzustellen. Die Erfolgsaussichten hängen unter anderem von den Kartenregelwerken und den vorhandenen Nachweisen ab.
Kryptowährungen: Transaktionsspuren sichern
Bei Bitcoin, Ethereum oder Stablecoins sollten Anleger die vollständigen Transaktions-Hashes, Wallet-Adressen, Netzwerke und verwendeten Kryptobörsen dokumentieren.
Blockchain-Transaktionen sind grundsätzlich nicht einfach rückgängig zu machen. Ihre öffentlich nachvollziehbaren Spuren können aber Hinweise auf weitere Empfänger und beteiligte Dienstleister liefern.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.
- 1Sie schildern uns Ihren Fall
- 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
- 3Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten
- 4Sie erhalten eine anwaltliche Rückmeldung zu Ihrem Einzelfall.
Warum eine kleine Testauszahlung bei landmarkgroup.io nicht alles beweist
Ein besonders tückisches Szenario bei unseriösen Trading-Angeboten ist eine zunächst erfolgreiche Auszahlung.
Beispielsweise erhält ein Anleger nach einer ersten Einzahlung tatsächlich 300 Euro zurück. Anschließend wird er ermutigt, wesentlich größere Beträge zu investieren.
Eine solche Rückzahlung kann Vertrauen schaffen. Sie beweist jedoch weder die ordnungsgemäße Verwaltung des gesamten Anlagekapitals noch die tatsächliche Durchführung behaupteter Handelsgeschäfte.
Wer bei Landmark Group bereits kleinere Beträge zurückerhalten hat, sollte deshalb auch diese Zahlung dokumentieren.
Ich empfehle, die Herkunft der Rückzahlung anhand des Kontoauszugs zu untersuchen. Stammen Einzahlungen und Auszahlungen von unterschiedlichen Gesellschaften, können daraus zusätzliche Fragen zur Zahlungsabwicklung entstehen.
Die Empfängerkette: Wo sich weitere rechtliche Ansatzpunkte ergeben können
Bei der rechtlichen Aufarbeitung eines möglichen Anlagebetrugs interessiert mich nicht ausschließlich die Website. Entscheidend ist, wohin das Geld tatsächlich geflossen ist.
Ein denkbarer Zahlungsweg lautet: Anlegerkonto, zwischengeschalteter Zahlungsdienstleister, Empfängerkonto, weitere Übertragung.
Jede Station kann unterschiedliche Informationen liefern.
Für die Prüfung möglicher Ansprüche kommen insbesondere folgende Vorschriften in Betracht:
- § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB: Schadensersatz bei Vorliegen der Voraussetzungen eines Betrugs.
- § 826 BGB: Schadensersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung.
- § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB: Bereicherungsrechtliche Ansprüche, soweit eine Vermögensverschiebung ohne rechtlichen Grund vorliegt.
Ansprüche gegen Banken oder Zahlungsdienstleister entstehen dagegen nicht automatisch durch die Beteiligung an einer Überweisung. Hier müssen konkrete Pflichtverletzungen, Zurechnungsfragen und der entstandene Schaden geprüft werden.
Landmark Group Erfahrungen: Welche Beweise tatsächlich Gewicht haben
Öffentlich finden sich kritische Einschätzungen zu landmarkgroup.io. Auch eine im März 2026 veröffentlichte Nutzerbewertung auf einem Bewertungsprofil eines ähnlich benannten, anderen Unternehmens enthält einen konkreten Vorwurf fehlender Auszahlung im Zusammenhang mit der Trading-Domain.
Solche Erfahrungsberichte sind ernst zu nehmen, ersetzen jedoch keine überprüfbaren Beweise im jeweiligen Einzelfall.
Ich rate Anlegern deshalb, eine chronologische Beweismappe anzulegen. Besonders wichtig sind der erste Kontakt, sämtliche Einzahlungsaufforderungen, zugesagte Leistungen und der genaue Verlauf der Auszahlungsversuche.
Notieren Sie auch Telefonnummern, verwendete E-Mail-Adressen und Namen angeblicher Kundenbetreuer. Selbst wenn diese Angaben erfunden sein sollten, können sie bei der Zusammenführung von Ermittlungsinformationen nützlich werden.
Vorsicht vor der zweiten Täuschung: Angebliche Geldretter
Nach einem vermuteten Trading-Betrug tauchen mitunter Personen auf, die sich als Blockchain-Ermittler, Behördenmitarbeiter oder spezialisierte Rückholunternehmen vorstellen.
Sie behaupten beispielsweise, das verlorene Guthaben sei bereits gefunden worden. Zur Freigabe werde lediglich eine Verwaltungsgebühr benötigt.
Zahlen Sie für eine angeblich bereits gesicherte Rückerstattung niemals ungeprüft weiteres Geld.
Ich empfehle, die Identität solcher Kontaktpersonen unabhängig zu überprüfen. Geben Sie keine Wallet-Zugangsdaten, Seed-Phrases oder TANs heraus.
Besonders kritisch sind Aufforderungen, zunächst eine neue Kryptowallet einzurichten und dort einen bestimmten Betrag einzuzahlen.
Landmark Group: Strafanzeige und zivilrechtliche Schritte sinnvoll verbinden
Eine Strafanzeige kann helfen, Ermittlungen anzustoßen. Sie führt jedoch nicht automatisch zur Rückzahlung des Anlagekapitals.
Ich empfehle, bei einem Verdacht im Zusammenhang mit Landmark Group die Strafanzeige mit einer strukturierten Darstellung der Zahlungsströme und der vorhandenen Beweismittel vorzubereiten.
Parallel sollte geprüft werden, ob zivilrechtliche Ansprüche gegen identifizierbare Verantwortliche oder weitere Beteiligte bestehen.
Auch die Verjährung verdient Aufmerksamkeit. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt nach § 195 BGB drei Jahre; ihr Beginn richtet sich grundsätzlich nach § 199 Abs. 1 BGB. Je nach Anspruch können besondere Regelungen gelten.
Wer monatelang lediglich auf eine angekündigte Auszahlung wartet, riskiert daher, wichtige Handlungsmöglichkeiten zu spät zu prüfen.
Wie ich Ihren Fall zu landmarkgroup.io rechtlich prüfen würde
Bei einer rechtlichen Untersuchung von Landmark Group würde ich zunächst die konkreten Zahlungen den jeweiligen Empfängern zuordnen. Anschließend wären die Vertragsunterlagen, die Kommunikation und mögliche Täuschungshandlungen auszuwerten.
Besondere Bedeutung hätte dabei die Frage, ob sich aus dem Identitätsmissbrauch, den Zahlungswegen und den verfügbaren Nachweisen konkrete Anspruchsgegner ermitteln lassen.
Nicht jeder finanzielle Verlust ist rückholbar. Dennoch sollte niemand allein aus einer blockierten Auszahlung oder einer verschwundenen Website schließen, dass sämtliche rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht bietet Betroffenen über trading-betrug.de eine kostenfreie Ersteinschätzung an.
Wenn Sie bei Landmark Group (landmarkgroup.io) investiert haben, können Sie Ihren Sachverhalt mit Zahlungsbelegen, Kommunikationsnachweisen und Informationen zu möglichen Auszahlungsproblemen einreichen.
Auf dieser Grundlage lassen sich die Zahlungswege, mögliche rechtliche Ansprüche und die nächsten sinnvollen Schritte individuell prüfen. Ziel ist eine nachvollziehbare Einschätzung Ihrer Handlungsmöglichkeiten – ohne unrealistische Rückzahlungsversprechen.