Ultacore (ultacore.net): Betrugsverdacht? Erfahrungen und Fragen zur Auszahlung
Ein Depot kann durch häufiges Umschichten aktiv und professionell wirken. Genau darin liegt jedoch ein möglicher Trugschluss. Wenn Wertpapiere oder andere Finanzinstrumente auf Empfehlung immer wieder verkauft und durch neue ersetzt werden, entstehen Kosten, Risiken und möglicherweise wirtschaftliche Nachteile. Regulierte Anlageberatung darf solche Wechsel deshalb nicht einfach als Selbstzweck behandeln.
Wer bei Ultacore (ultacore.net) wiederholt zu Verkäufen und Neukäufen gedrängt wurde und inzwischen Probleme mit der Auszahlung hat, sollte seine Erfahrungen genau dokumentieren. Auch bei einem möglichen Betrug kann die Historie der Umschichtungen aufschlussreich sein. Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Über trading-betrug.de können Betroffene von Ultacore (ultacore.net) eine kostenfreie Ersteinschätzung erhalten.
Wenn aus Beratung ständiges Umschichten wird
Ein Investmentwechsel bedeutet vereinfacht: Ein bestehendes Finanzinstrument wird verkauft und ein anderes gekauft. Auch die Ausübung eines Rechts, durch das ein bestehendes Investment verändert wird, kann regulatorisch als Wechsel relevant sein.
Art. 25 Abs. 2 MiFID II enthält dafür eine besondere Vorgabe. Bei Anlageberatung oder Portfolioverwaltung, die einen Wechsel von Finanzinstrumenten beinhaltet, muss die Wertpapierfirma die erforderlichen Informationen über die bestehende Anlage einholen und Kosten und Nutzen des Wechsels analysieren. Bei einer Anlageberatung muss sie dem Kunden zusätzlich mitteilen, ob die Vorteile des Wechsels dessen Kosten übersteigen.
Das ist deutlich mehr als die Aussage: „Das neue Produkt hat bessere Chancen.“
Ultacore (ultacore.net): Ein neues Produkt muss einen echten Mehrwert haben
Bei Ultacore (ultacore.net) würde ich besonders aufmerksam werden, wenn ein persönlicher Berater ständig neue Investmentideen präsentiert.
Ein typisches Beispiel: Ein Anleger hält bereits ein Finanzinstrument. Nach wenigen Wochen empfiehlt der Berater den Verkauf und den Einstieg in ein anderes Produkt. Kurz danach folgt erneut eine Umschichtung. Jedes Mal entstehen neue Gebühren, Spreads oder sonstige Kosten.
Nach Art. 54 Abs. 11 der Delegierten Verordnung (EU) 2017/565 müssen bei einem solchen Wechsel Informationen über das bestehende und das neue Investment eingeholt werden. Die Firma muss eine Kosten-Nutzen-Analyse durchführen und vernünftigerweise darlegen können, dass die erwarteten Vorteile die Kosten übersteigen.
Bei Ultacore (ultacore.net) wäre daher eine einfache Frage besonders wichtig: Warum war das neue Investment objektiv besser als das bereits vorhandene?
Kosten bestehen nicht nur aus einer sichtbaren Provision
Bei einer Umschichtung denken viele Anleger ausschließlich an eine ausdrücklich ausgewiesene Handelsgebühr. Wirtschaftlich kann ein Wechsel jedoch an mehreren Stellen Geld kosten.
Dazu können beispielsweise Verkaufs- und Kaufkosten, Spreads, produktbezogene Gebühren oder andere Transaktionskosten gehören. Zusätzlich kann ein wirtschaftlicher Nachteil entstehen, wenn ein bestehendes Investment zu einem ungünstigen Zeitpunkt aufgelöst wird oder das neue Produkt komplexer und teurer ist.
ESMA verlangt deshalb angemessene interne Verfahren, mit denen Wertpapierfirmen die Kosten und Vorteile eines Wechsels tatsächlich beurteilen können. Die Unternehmen sollen außerdem Kontrollmechanismen vorhalten, die verhindern, dass diese Anforderungen umgangen werden.
Bei Ultacore (ultacore.net) schaue ich deshalb nicht nur auf den Kontostand nach einer Transaktion. Die gesamte Abfolge der Wechsel kann entscheidend sein.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.
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Ultacore (ultacore.net): Häufige Wechsel sollten wirtschaftlich erklärbar sein
Eine hohe Zahl von Transaktionen ist nicht automatisch rechtswidrig. Manche Anlagestrategien erfordern regelmäßige Anpassungen.
Trotzdem sollte bei einer beratungsgetriebenen Umschichtung ein nachvollziehbarer Vorteil bestehen.
Beispiel: Ein Kunde investiert 40.000 Euro. Innerhalb von sechs Monaten empfiehlt Ultacore (ultacore.net) siebenmal, bestehende Positionen zu verkaufen und neue Produkte zu erwerben. Die Anlageziele des Kunden haben sich in dieser Zeit nicht geändert. Auch seine Risikobereitschaft ist gleich geblieben.
In einem solchen Fall würde ich jede einzelne Empfehlung zeitlich rekonstruieren: Was war der behauptete Vorteil? Welche Kosten entstanden? Welche Alternative bestand darin, das bisherige Investment einfach zu behalten?
Gerade diese letzte Frage kann wichtig sein. Denn nicht jede Entscheidung muss zwischen Produkt A und Produkt B fallen. Manchmal ist kein Wechsel die wirtschaftlich sinnvollere Vergleichsoption.
Gleichwertige, günstigere Alternativen dürfen nicht ignoriert werden
Die europäischen Vorgaben gehen noch einen Schritt weiter.
Art. 54 Abs. 9 der Delegierten Verordnung verlangt von Wertpapierfirmen geeignete Verfahren, um die Eigenschaften, Risiken und Kosten der für Kunden ausgewählten Finanzinstrumente zu verstehen. Dabei soll unter Berücksichtigung von Kosten und Komplexität auch geprüft werden, ob gleichwertige Finanzinstrumente oder Dienstleistungen das Kundenprofil erfüllen können.
Das eröffnet bei Ultacore (ultacore.net) einen weiteren Prüfpunkt.
Angenommen, einem Anleger wird empfohlen, ein relativ einfaches Produkt zu verkaufen und stattdessen ein wesentlich komplexeres Instrument mit höheren laufenden Kosten zu erwerben. Dann stellt sich nicht nur die Frage, ob das neue Produkt grundsätzlich geeignet war.
Ich würde auch wissen wollen, warum keine einfachere oder günstigere Alternative gewählt wurde.
Die bloße Behauptung eines Beraters, ein Produkt sei „exklusiver“ oder „professioneller“, sagt über seinen tatsächlichen Mehrwert wenig aus.
Ultacore (ultacore.net): Transaktionshistorie kann mehr zeigen als der letzte Kontostand
Bei Ultacore (ultacore.net) ist die vollständige Orderhistorie deshalb besonders wertvoll.
Ich würde chronologisch erfassen, wann gekauft und verkauft wurde, welches Produkt jeweils ersetzt wurde, welcher Berater die Empfehlung ausgesprochen hat und welche Begründung dafür genannt wurde. Hinzu kommen sämtliche ausgewiesenen Kosten und die Frage, ob die behaupteten Vorteile später tatsächlich nachvollziehbar sind.
Dabei geht es nicht darum, eine schlechte Kursentwicklung im Nachhinein automatisch als Beratungsfehler zu behandeln. Entscheidend ist vielmehr, ob zum Zeitpunkt der Empfehlung eine sachgerechte Analyse vorgenommen wurde.
ESMA betont ausdrücklich, dass Unternehmen in der Lage sein sollten nachzuweisen, dass der erwartete Nutzen eines Wechsels größer als die dadurch verursachten Kosten war.
Wenn bei Ultacore (ultacore.net) dagegen nur immer neue Produkte empfohlen wurden, ohne den Vorteil gegenüber der bisherigen Anlage zu erklären, kann diese fehlende Begründung rechtlich interessant werden.
Warum ich bei Ultacore (ultacore.net) jede Umschichtung einzeln betrachte
Bei WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht befasse ich mich mit Anlagebetrug, Broker-Betrug und digitalen Investmentfällen. Bei Ultacore (ultacore.net) schaue ich deshalb nicht nur darauf, wie viel Geld am Ende fehlt.
Manchmal liefert bereits der Weg dorthin wichtige Hinweise.
Wurden Positionen ungewöhnlich schnell wieder geschlossen? Folgte unmittelbar eine neue Empfehlung? Wiederholte sich dieses Muster? Sind Kosten entstanden, obwohl die angebliche Anlagestrategie keinen erkennbaren Grund für die Wechsel bot?
Wer bei Ultacore (ultacore.net) zahlreiche Verkäufe und Neukäufe erlebt hat und heute nicht mehr nachvollziehen kann, weshalb das Depot ständig umgestellt wurde, kann mir über trading-betrug.de die Unterlagen für eine kostenfreie Ersteinschätzung übermitteln.
Besonders hilfreich sind dafür Kontoauszüge, Orderlisten, Abrechnungen und Nachrichten des Beraters. Denn bei einer rechtlichen Prüfung kann nicht nur entscheidend sein, welches Investment empfohlen wurde. Ebenso bedeutsam ist die Frage, warum ein vorhandenes Investment überhaupt aufgegeben werden sollte – und ob dieser Wechsel für den Anleger tatsächlich einen wirtschaftlichen Vorteil erwarten ließ.